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Mehr zu tun, als man denkt

Die meisten Menschen haben noch nie einen Fuß im Filmgeschäft gehabt. Das ist ja auch nicht schlimm. Nur können sich die Meisten nicht vorstellen, wie viel Arbeit in so einem Projekt steckt, wenn jemand wie ich sagt "Ich produziere auf eigene Faust eine Reportage in Guatemala". Daher möchte ich euch heute einmal den Umfang solch eines Projektes veranschaulichen.

Arbeitszeit

  • geschätzte effektive Arbeitszeit: ca. 2 Monate / etwas um die 60 Tage
  • geschätzter Produktionszeitraum: November 2017 - April 2018

Vor dem Dreh

  • die Entwicklung der ursprünglichen Filmidee - vor ziemlich genau zwei Jahren in einem Gespräch mit Arturo und seinem Bruder in einem Restaurant in Berlin
  • die Recherche für inhaltlichen Schwerpunkte des Filmes - fand zum einen im Internet, sowie in der Bücherei statt und begann anfang November 2017
  • Reisevorbereitungen - die beste Flugroute herausfinden, Preise vergleichen, Tickets buchen, logistische Probleme und Gepäckfragen lösen, wie verhält es sich mit der Kameratechnik in den Zielländern, etc.
  • die Arbeit auf Social Media Plattformen zur Publizierung des Projektes, vor dem Dreh - findet derzeit auf Instagram, Facebook und meiner Webseite statt, YouTube soll folgen
  • Werbeanzeigen auf Social Media Plattformen schalten, vor dem Dreh - findet derzeit auf Facebook und Instagram statt
  • Verschiedenste Partnerschaften herstellen -Suche von Sponsoren für Finanzen und Technik, lokale Zeitung und Radio kontaktieren
  • weitere redaktionelle Recherche um die Themen für den Film weiter zu festigen
  • Planung des Aufenthaltes vor Ort, erstellen einer Reiseroute und einer groben Disposition für alle Tage, festlegen von Interview- und sonstigen Terminen

Der Dreh

  • 10 Tage Aufenthalt und Dreharbeiten in Guatemala:
    • 10 Tage am Stück drehen und erleben
    • abends Material sichern, vielleicht immernoch drehen
    • Social Media, Facebook und co. auf dem laufenden halten, was geschieht, wie fühle ich mich
    • eventuell auch mal etwas schlafen
    • Hoffentlich starke Bilder und Eindrücke aufnehmen und euch diese mitbringen
  • Zurückfliegen und auf das Erlebte und den Jetlag klarkommen

Die Nachbearbeitung

  • Material Sichten, anlegen des Projektes im Schnittprogramm und Grobschnitt eines Teasers
  • Social Media Plattformen anteasern, mit erstem Bildern und Aufnahmen auf Spannung bringen
  • mit dem Teaser an lokale Kinos, Zeitung, Radio wenden um das Projekt weiter zu publizieren
  • weitere öffentliche Einrichtungen für die Präsentation des Projektes begeistern
  • Schnitt und Finalisierung des Filmes:
    • Videoschnitt
    • Audiomischung
    • Farbkorrektur
    • grafische Effekte, z.B. Bauchbinden
    • Color Grading
    • Untertitelung
    • mehrmalige Korrekturschleifen
    • Kritiken umsetzen
    • ...
  • Socialmediawerbung und Veröffentlichung
  • Teilnahme bei diversen Filmfestivals
  • ...

Wie komme ich auf 3000€?

  • 800€ Flug (bereits bezahlt)
  • 1400€ Kosten vor Ort (Verpflegung, Genehmigungen, Eintritt, Führer, Fahrtkosten etc.)
  • 800€ Technik - Anschaffungen und Miete der wichtigsten Dinge (ca. 400€ Miete für Drohne, GoPro, Teleobjektiv,  ca. 400€ Akku, Licht, Speicherkarten, wichtiges Zubehör)
  • es fehlen noch Schätzungen zu Premieren- und Veröffentlichungskosten, sowie Vervielfältigungskosten auf DVD, BluRay, etc. Sowie eine Aufwandsentschädigung, für die investierte Zeit, welche ich ja nicht bezahlt bekomme.

Meine Technikliste hat sich mittlerweile etwas erweitert. Hinzugekommen ist eine analoge Canon AE-1 Programm Spiegelreflexkamera, mit der ich ausschließlich schwarzweiß fotografieren werde. Ich möchte damit eine Art Fotoreportage erstellen. Ebenso habe ich bereits einen zweiten kleinen Akku für meine Filmkamera besorgt, sowie die Drohne und die Polstereinlagen für den Rucksack sind auch schon da.

Morgen Abend bestelle ich das Kopflicht zum filmen und ein, zwei Zubehörteile für den Camcorder auf Amazon. Speicherkarten und Kodak Schwarzweißfilme bestelle ich bei B&H, einem professionellen Foto- und Videohändler und lasse es zu meiner Freundin nach New Jersey schicken. Somit spare ich noch ein bisschen was im Vergleich zu den deutschen Preisen.

             Nun steht der redaktionelle Entspurt vor mir. Es sind nicht mehr viele Tage und es heißt Rucksack vorbereiten und die Story, Drehorte und Termine in einklang bringen. Nebenbei bastel ich jeden Tag an meinem Onlineshop weiter, damit sich bald alle Fotos darüber als Fineart Print oder auf Acrylglas bestellen lassen. Ich wünsche ich nun einen guten Rutsch ins neue Jahr, auf das eure Vorsätze und Ziele in Erfüllung gehen. Bleibt menschlich und genießt euer Leben solang ihr könnt.

 

Schreibt mir gern eure Meinung in die Kommentare! Bis dahin, euer Stefan.


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